Was ist Weißglas?

Das am häufigsten als Baumaterial verwendete Floatglas weist immer einen gewissen Farbstich auf. Hochwertige Architekturverglasungen und Gläser im Innenausbau erfordern allerdings Farbneutralität. Hier kommt Weißglas zum Einsatz.

Herkömmliches Kalk-Natronsilikat-Glas hat trotz der Transparenz stets eine gewisse Eigenfärbung. Vor allem an den Kanten ist meistens eine Grünfärbung erkennbar.

Dafür sind geringe Anteile von Oxidverbindungen in der Schmelze verantwortlich. Eisenoxid färbt Glas grünlich, Titanoxid sorgt für eine leicht violette oder bräunliche Färbung.

Für viele Einsatzbereiche wie Fensterscheiben, Vordächer, Geländer und Brüstungen ist Floatglas bestens geeignet.

Wenn jedoch Farbneutralität erforderlich ist, kommt Weißglas zum Einsatz.

Was ist Weißglas?

Glas ohne bzw. mit sehr geringem Farbstich wird als Weißglas bezeichnet, wobei derzeit keine Produktnorm vorliegt.

Die Glasschmelze muss von besonders hoher Reinheit sein und möglichst wenig Oxidverbindungen enthalten.

Weißglas hat besonders geringe Farbanteile und weist neben der neutralen Erscheinung vor allem eine höhere Lichtdurchlässigkeit im sichtbaren Bereich des Lichtes auf als herkömmliches Floatglas.

Eine minimale Restfärbung ist allerdings auch bei Weißglas möglich. Je dicker das Glas ist, umso eher kann sie wahrgenommen werden.

Wie kann Weißglas verarbeitet werden?

Weißglas kann wie herkömmliches Floatglas verarbeitet werden (ESG, TVG, VSG, Isolierglas, sämtliche Flächen- und Kantenbearbeitungen sowie Email und Siebdruck)

Wofür wird Weißglas verwendet?

Aufgrund der Farbneutralität wird Weißglas vor allem für hochwertige Architekturverglasungen verwendet.

Im Innenbereich kommt es in der Möbelindustrie beispielsweise als Tischplatten- oder Vitrinenglas zum Einsatz. Wenn auf besondere Optik Wert gelegt wird, können Duschkabinen und Küchenrückwände aus Weißglas hergestellt werden.

Auch als Abdeckglas für Solarmodule, für Gewächshäuser und Aquarien wird Weißglas genutzt.

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