Vogelschutz: Vögel und Glasflächen

Verglasungen stellen für Vögel eine große Gefahr dar. Jährlich sterben in Europa rund 80 Millionen Vögel an Glasflächen. Vogelschutz ist vor allem in der modernen Architektur eine Herausforderung. Wir stellen geeignete Methoden vor.

Glasscheiben als Todesursache für Vögel

Vögel haben ein eingeschränktes räumliches Wahrnehmungsvermögen. Transparente Hindernisse können sie nicht erkennen. Außerdem reflektiert Glas die Umgebung und die Landschaft spiegelt sich darin. Vögel können Spiegelungen von Bäumen und Büschen nicht deuten.
Gefährlich für die gefiederten Tiere sind nicht nur Fenster und Glasfassaden, sondern auch verglaste Lärmschutzwände, Wartehäuschen, Verbindungsgänge, Wintergärten usw.

Vertikale Glasflächen stellen dabei ein deutlich größeres Risiko dar, als horizontale.In der Nacht ist die künstliche Beleuchtung von Gebäuden eine zusätzliche Gefahr für Vögel. Vor allem Zugvögel orientieren sich an der hellsten Lichtquelle. Bei bedecktem Himmel sind das häufig Leuchtmasten, beleuchtete Häuser oder exponierte Bauten. Die Vögel kommen angezogen vom Licht vom Weg ab und sterben in vielen Fällen an Stress oder Erschöpfung. Wie kann die Gefahr von Vogelanprall verhindert oder zumindest reduziert werden?

Vogelaufkleber sind nutzlos

Oftmals werden an großen Fensterflächen Greifvogelaufkleber angebracht. Sie sind leider jedoch wirkungslos. Vögel erkennen einen Greifvogel nur, wenn er sich in der für ihn typischen Art bewegt. Die schwarzen Aufkleber entfalten an Scheiben mit dunklem Hintergrund meist auch nicht die nötige Kontrastwirkung. Vögel prallen dann unmittelbar neben den Aufklebern gegen die Glasscheibe.

Wirkungsvolle Maßnahmen

Untersuchungen haben gezeigt, dass Vögel nur vollflächig markierte Scheiben als Hindernis erkennen können. Bei vorhandenen Glasflächen bietet sich das Montieren von Rollos, Streifenvorhängen und Jalousien an. Bei Neubauten besteht die Möglichkeit die Gläser mit speziellen Siebdruckdesigns auszuführen. Die Wiener Umweltanwaltschaft hat in Flugtunnelversuchen 38 Prototypen von Markierungen testen lassen und stellt die Informationen in einem Folder zur Verfügung: www.wua-wien.at/images/stories/publikationen/wua-vogelanprall-muster.pdf

Der Außenreflexionsgrad von vertikalen Glasflächen sollte unter 12 % liegen.
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