Siebdruck – Technologie und Einsatzmöglichkeiten

Mit der Siebdrucktechnik produziert Glas Gasperlmair eine Vielfalt an bemusterten, farbigen Gläsern für unterschiedliche Anwendungsbereiche.

Die Basis: Keramische Farbe

Beim Siebdrucken von Glas werden farbige keramische Schichten auf das Glas aufgebracht und im Vorspannprozess eingebrannt.

Die Emaillefarbe schmilzt und verbindet sich fest und dauerhaft mit dem Glas.

Nach dem Einbrennen ist die Emaillierung farb-, lichtecht und witterungsbeständig sowie kratz- und säurefest.

Siebbedruckte Scheiben können nach Ihrer Fertigstellung zu Isolierglas oder Verbundsicherheitsglas weiterverarbeitet, sowie auch gebogen werden.

 

Muster und Designs – der Siebdruck

Für voll- oder teilflächige Emaillierungen wird die Farbe im Walzverfahren aufgebracht.

Beim Siebdruckverfahren wird hingegen das Glas mit einem Muster versehen werden, wobei der

Farbauftrag mithilfe eines Rakels auf das Glas übertragen wird.

Die Schichtdicke hängt von der Maschenweite des Siebs ab.

Einfache Siebdruck-Muster bestehen aus gleichmäßigen Punkt- oder Linienraster. Spezielle Drucksiebe ermöglichen darüber hinaus aber auch Grafiken und Schriftzüge.

Bei Glas Gasperlmair stehen rund 20 Designs zur Verfügung. Außerdem besteht die Möglichkeit des Sondersiebdrucks.

 

Anwendungsbereiche von Siebdruckgläser

Siebdruckgläser werden beispielsweise für den Vogelschutz verwendet. Bedruckte Scheiben sollen den Anprall von Vögeln verhindern bzw. reduzieren. Mit Rastern bedruckte Gläser können außerdem zur Reduktion von Sonnenlichteinfall verwendet werden. Sehbehinderte profitieren von mit Siebdruck aufgebrachten Aufmerksamkeitsstreifen auf Glasflächen, die der sicheren Orientierung dienen.

Eine spezielle Variante ist rutschhemmendem Druck für begehbare Flächen. Dazu wird der Farbe zusätzlich ein Spezialsand beigemischt, der die Rutschhemmung bewirkt.