Kondenswasserbildung auf Außenscheiben: Kein Grund zur Sorge!

Bei bestimmten Witterungslagen, besonders im Herbst bildet sich bei Fenstern an der Außenseite häufig Kondenswasser. Wir erklären Ihnen, warum das kein schlechtes Zeichen ist und welche Möglichkeiten es gibt, Abhilfe zu schaffen.

Was ist Kondenswasserbildung?

Wenn die Oberflächentemperatur einer Fensterscheibe niedriger als die Taupunkttemperatur der angrenzenden Luft ist, schlägt sich die Feuchtigkeit an den kältesten Stellen als Kondenswasser nieder.

Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Sinkt die Lufttemperatur ab, erreicht sie irgendwann den Taupunkt, an dem die relative Luftfeuchtigkeit bei 100% liegt. Die enthaltene Feuchtigkeit kann dann in der Luft nicht mehr gebunden werden und schlägt sich als Kondens- oder Tauwasser an den kältesten Punkten nieder.

Die Luftfeuchtigkeit ist von der Lufttemperatur abhängig. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Wenn die Temperatur der Luft sinkt, kommt sie an den Punkt, an dem sie die enthaltene Nässe nicht mehr binden kann. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt dann bei 100 % und der Taupunkt ist erreicht. Die überschüssige Feuchtigkeit schlägt sich wie Tau an den kältesten Punkten nieder.

 

Tauwasser an den Außenscheiben

Bei modernen Fenstern zeigt sich das Phänomen der Kondenswasserbildung an Außenscheiben häufig im Herbst und sorgt bei den Wohnraumbesitzern schnell für Besorgnis.

Durch die Kondensation werden manchmal Kleberrückstände oder Saugabdrücke an den Scheiben sichtbar.

Tauwasserbildung an den Fensteraußenscheiben ist an sich ein gutes Zeichen.

Sie ist nämlich ein Merkmal dafür, dass die Gläser hochwertig gedämmt sind und zwischen Innen- und Außenbereich nur ein äußerst geringer Wärmeübergang stattfindet.

Daher können die Außenscheiben nachts bei kalten Temperaturen stark abkühlen. Wenn sich am Morgen die Außenluft wieder erwärmt, nimmt sie von der Umgebung Feuchtigkeit auf. Die Scheibe ist zu diesem Zeitpunkt allerdings noch kalt, deshalb wird die Luftfeuchtigkeit als Tauwasser abgegeben und das Fensterglas beschlägt sich.

Sobald die Außenscheibe sich erwärmt, verschwindet das Kondensat von selbst.

Die Kondenswasserbildung an der Außenseite von Fenstern ist also ein Zeichen guter Wärmedämmung.

 

Abhilfe gegen Kondensation

Auch wenn die Tauwasserbildung ein Beweis für einen ausgezeichneten Wärmedämmwert und kein Hinweis auf einen Mangel darstellt, wird das Kondensat dennoch oft als störend empfunden.

Immerhin stellt es eine Beeinträchtigung der Sicht dar.

Abhilfe können einerseits mechanische Vorrichtungen wie Jalousien, Raffstores etc. schaffen.

Sie lassen ein Luftpolster zur Glasscheibe hin entstehen, wodurch es zu einer geringeren Abkühlung kommt. Die gespeicherte Wärme verhindert dann die Tauwasserbildung.

Eine weitere sehr gute Möglichkeit, um Kondenswasser an den Außenfenstern zu vermeiden, ist Anti-Kondensat-Glas, wie beispielsweise Thermoguard® Dry.

Durch eine innovative Außenflächenbeschichtung wird das Beschlagen der Fenster wirkungsvoll unterdrückt.

Die Beschichtung ist äußerst haltbar und die Gläser bleiben transparent und farbneutral.

Thermoguard® Dry erreicht im Zusammenwirkung mit Thermoguard® Wärmeschutz-Beschichtungen ausgezeichnete U-Werte.

Mehr Informationen finden Sie unter: Thermoguard® Dry Produktinfo