Harmonisches Fassadenbild durch Structural-Glazing

Structural-Glazing bezeichnet Glasfassaden ohne sichtbare mechanische Halterungen. Die Glasscheiben werden stattdessen durch Verklebungen gehalten. Diese Verglasungstechnik bewirkt für eine besonders einheitliche und ansprechende Optik.

Structural-Glazing bezeichnet durchgängige Glasflächen ohne sichtbare außen liegende Befestigungs- oder Sicherungselemente.

Sie erweitern die Gestaltungsfreiheit der Architektur enorm und sorgen für Großzügigkeit und Transparenz bei der Gebäudehülle.

Verklebung ersetzt die mechanische Halterung

Beim Structural-Glazing werden die Glasscheiben einer Glasfassadenkonstruktion durch Verklebungen gehalten. Die zum Einsatz kommenden hochwertigen Funktionskleber gewährleisten die konstruktive Sicherheit. Sie übernehmen sowohl die Aufgabe der Befestigung als auch der Dichtung. Zwischen den Elementen bleibt eine etwa 15-20 mm breite, dunkle Fuge sichtbar.

Konstruktion und Sicherheit

Fassaden sind unterschiedlichen veränderlichen mechanischen und thermischen Lasten ausgesetzt- dazu zählen beispielsweise Winddruck und Windsog.

Beim Structural-Glazing ersetzt die Verklebung die sonst üblichen Pressleisten, die für die Positionierung der Glasscheiben und für die Aufnahme von Lasten bedeutsam sind.

Die Klebemasse muss also die entstehenden Druck- und Zugkräfte übertragen, was den Einsatz spezieller, hoch elastischer Silikone bedingt.

Die Anforderungen an Structural-Glazing hinsichtlich Konstruktion und Sicherheit sind zwar umfangreich, aber der Aufwand lohnt sich.

Fertige Structural-Glazing-Fassaden präsentieren sich als glatte Fläche ohne Unterbrechungen und wirken homogen und leicht.

In der heutigen Architektur spielen großflächige Glasfassaden nicht zuletzt deshalb eine immer größer werdende Rolle.