Technologien bei Glas Gasperlmair – Email- und Siebdruck

Glas und Farbe sind kein Widerspruch. Mit der Email- und Siebdrucktechnik produziert Glas Gasperlmair eine Vielfalt an bunten und bemusterten Gläsern.

Die Basis: Keramische Farbe

Beim Emaillieren von Glas werden farbige keramische Schichten auf das Glas aufgebracht und im Vorspannprozess eingebrannt.

Die Emaillefarbe schmilzt und verbindet sich fest und dauerhaft mit dem Glas.

Nach dem Einbrennen ist die Emaillierung farb-, lichtecht und witterungsbeständig sowie kratz- und säurefest.

Emaillierte Scheiben können nach Ihrer Fertigstellung zu Isolierglas oder Verbundsicherheitsglas weiterverarbeitet und auch gebogen werden.

Das Rollercoating-Verfahren

Eine Variante des Farbauftrags ist das Walzverfahren. Die Emaillierung wird dabei mithilfe einer Gummiwalze aufgebracht.

Für die Produktion von Emailglas stehen bei Glas Gasperlmair mehr als 50 Mineralfarben ähnlich RAL zur Verfügung. Grundsätzlich lassen sich fast alle Farben drucken.

Für das Walzverfahren wird das Flachglas gewaschen. Nach dem Farbauftrag kommen die Scheiben in den Trockner und im Anschluss in den Vorspannprozess. Bei rund 600 Grad wird die Farbe eingebrannt und dauerhaft fixiert.

Soll die Farbschicht auf dem Glas blickdicht sein, wird der Prozess vom Farbauftrag bis zum Vorspannen ein zweites Mal wiederholt.

Neben dem Rollercoating-Verfahren gibt es noch das Edgecoating-Verfahren.

Dabei werden die Gläser nicht vollflächig mit Farbe, sondern mit Randemaillierungen versehen.

Bei diesem Verfahren lassen sich speziell Wärme- und Sonnenschutzbeschichtete Gläser mit dem sogenannten TEA-Emailstreifen bedrucken. Die Gläser werden direkt auf Schichtseite bedruckt.Im nachfolgendem Vorspannprozess wird die vorliegende Magnetronbeschichtung im Bereich des Emailstreifens aufgelöst und als chemisch passiver Bestandteil in die Emailfritte eingelagert. Glas Gasperlmair ist für diesen Prozess ein exklusiver Anbieter in Österreich.

Glas-Emaillierung Prozedur

Die Farbwalze

Die Walze, mit der die Emailfarbe auf das Glas aufgebracht wird, ist über 3 Meter lang, verfügt über einen Durchmesser von etwa 70 cm und ein Gewicht von 15 Tonnen.

Damit sie in Bewegung gesetzt werden kann, muss sie vorher komplett mit Farbe belegt werden. Dazu sind 5 bis 6 Liter notwendig.

Eine zweite Walze drückt in Gegenrichtung gegen die Hauptwalze. So wird die Dicke der Farbschicht bestimmt. Je stärker der Druck, umso weniger Farbe wird auf das Glas aufgebracht.

 

Emailglas – die Fakten:

Emailglas kann in einer maximalen Größe von 3 x 6 Metern produziert werden.

Glasdicken von 6 bis 19 mm können bedruckt werden.

 

Muster und Designs – der Siebdruck

Im Gegensatz zum Walzverfahren ermöglicht der Siebdruck einen voll- oder teilflächigen Farbauftrag und wird zum Aufbringen von verschiedenen Designs und Mustern auf Glasscheiben eingesetzt.

Die Farbe wird mit einem Rakel durch ein engmaschiges Sieb auf die Glasoberfläche aufgetragen.

Einfache Siebdruck-Muster bestehen aus gleichmäßigen Punkt- oder Linienraster. Spezielle Drucksiebe ermöglichen darüber hinaus aber auch Grafiken und Schriftzüge.

Bei Glas Gasperlmair stehen rund 30 Designs zur Verfügung. Außerdem besteht die Möglichkeit des Sondersiebdrucks auf Kundenwunsch.

Siebdruckgläser werden beispielsweise für den Vogelschutz verwendet. Bedruckte Scheiben sollen den Anprall von Vögeln verhindern bzw. reduzieren. Mit Rastern bedruckte Gläser können außerdem zur Reduktion von Sonnenlichteinfall verwendet werden. Sehbehinderte profitieren von mit Siebdruck aufgebrachten Aufmerksamkeitsstreifen auf Glasflächen, die der sicheren Orientierung dienen.

Eine spezielle Variante ist rutschhemmendem Druck für begehbare Flächen. Dazu wird der Farbe zusätzlich ein Spezialsand beigemischt, der die Rutschhemmung bewirkt.

Egal ob Email- oder Siebdruckgläser: In der Produktion wird großer Wert daraufgelegt, dass möglichst alle Kundenwünsche umgesetzt werden können.

Email- und Siebdruckverfahren bei Glasscheiben