Der spannende Produktionsprozess einer Glasscheibe

Lassen Sie sich ab heute mit auf die Reise nehmen: Erfahren Sie im ersten Teil unserer neuen Blogserie alles über die Herkunft und Anreise des Floatglases zu uns.

1. „Der Tag der Abreise“

Heute ist ein aufregender Tag. Mir steht eine lange Reise bevor! Seit ich hier im Floatglas-Werk das Licht der Welt erblickt habe, warte ich schon auf diesen Moment. Dabei habe ich bereits einiges Aufregendes erlebt! Ursprünglich war ich ja etwas ganz anderes. Der größte Teil von mir kommt aus der Natur, das ist der Quarzsand. Der wurde noch mit Soda und Kalk und ein paar weiteren Rohstoffen ergänzt. Die Arbeiter, die mich zusammen gemischt haben, sprachen davon, dass diese Zusammensetzung ein schönes lichtdurchlässiges Glas mit einer glatten, porenfreien Oberfläche ergeben würde. Als Gemenge kam ich in den Schmelzofen und da war es mit rund 1.550 °C richtig heiß! Ich schmolz und wurde zu flüssigem Glas.
Aus dem Ofen wurde ich direkt auf ein Floatbad aus flüssigem Zinn geleitet. Dort konnte ich mich wunderbar ausbreiten und dahinfließen. Das dauert aber nicht sehr lange, denn dann erreichte ich die Kühlzone und es wurde langsam kälter. Dabei merkte ich, wie ich kontinuierlich härter wurde. Ganz plötzlich tauchten Laserstrahlen auf und untersuchten mich, ob ich wirklich fehlerlos war. Gott sei Dank war alles in Ordnung und ich konnte schließlich geschnitten und abgestapelt werden.
Da hatte ich dann Zeit zum Verschnaufen! Während ich mich vom Produktionsprozess erholte, hörte ich, wie einige Arbeiter darüber sprachen, dass meine Kollegen rund um mich und ich bald verreisen würden. Und zwar nach Österreich zur Firma Glas Gasperlmair. Dort würden Floatgläser wie wir, zu verschiedenen besonderen Gläsern weiterverarbeitet. Das gefiel mir gut. Verreisen klang aufregend und ein spezielles Glas will ich unbedingt werden!
Heute ist es also so weit:
Ich sehe schon, wie die ersten Transportgestelle in große LKWs verladen werden. Bald bin auch ich an der Reihe!

2. „Ankunft bei Glas Gasperlmair“

Ich bin endlich angekommen! Das war eine lange und ganz schön anstrengende Reise. Aber ich muss sagen, sie hat sich gelohnt! Als ich aus dem LKW abgeladen wurde, habe ich sofort bemerkt, dass ich in einem großen und sehr modernen Lager gelandet bin. Hier ist es unglaublich sauber und es herrscht überall Ordnung. Ich bin beeindruckt! Jetzt kann ich mich eine Weile hier im Basisglaslager der Firma Gasperlmair erholen. Gemeinsam mit meinen Kollegen überlege ich gespannt, für welche Weiterverarbeitung ich ausgewählt werde. Ich habe gehört, dass hier viele verschiedene Gläser produziert werden. Die Rede war von Isolierglas, Funktions-Isolierglas, Verbundsicherheitsglas, Einscheiben-Sicherheitsglas, Siebdruck- & Emailglas und sogar gebogenem Glas. Das klingt alles sehr aufregend! Aber zunächst ist es jetzt Zeit für eine Pause! Bis zum nächsten Mal…