Aufmerksamkeitsstreifen: Sicherheit für sehbehinderte Menschen

Glasflächen stellen für sehbehinderte Menschen eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar. Aufmerksamkeitsstreifen helfen, Aufprallunfälle zu vermeiden und ermöglichen sehbeeinträchtigen Personen die sichere Orientierung.

Sind Ihnen vielleicht auf Bahnhöfen schon einmal die vertikalen Streifen auf den Glasscheiben von Wartehäuschen aufgefallen?

Wussten Sie, dass diese eine ganz wichtige Funktion haben?

Wir erklären Ihnen heute, was es mit den Streifen auf sich hat.

Sie sind Teil des sogenannten taktilen Leitsystems für sehschwache und sehbehinderte Personen.

Menschen mit Beeinträchtigung des Sehvermögens stoßen im Alltag oft im wahrsten Sinn des Wortes an ihre Grenzen.

Das seit 2006 geltende Bundesbehindertengleichstellungsgesetz soll behinderten Menschen die gleichberechtigte Teilnahme am Gesellschaftsleben ermöglichen.
Dazu zählt auch barrierefreies Bauen öffentlicher Bereiche, damit sie Menschen mit Behinderungen ohne Erschwernisse und fremde Hilfe zugänglich sind.

Zusätzlich müssen für beeinträchtigte Personen spezielle Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, um sie vor Unfällen und Verletzungen zu schützen.

 

Aufmerksamkeitsstreifen an Glasflächen im Bahnhof

Taktile Leitsysteme

Für sehbehinderte und blinde Menschen gibt es sogenannte taktile Leitsysteme. Diese sollen durch haptische Erfassbarkeit der Information Sehschwachen und Sehbehinderten bei der Orientierung helfen und zu ihrer Sicherheit beitragen.

Zu den taktilen Leit- und Orientierungssystemen zählen alle Hilfen, die eine Wahrnehmung von Oberflächenstrukturen und Hindernissen mithilfe des Tastsinns oder dank eines besonders deutlich gestalteten Kontrasts ermöglichen.

So werden am beispielsweise Stufen und Rampen mit Aufmerksamkeitsfeldern mit Noppenstruktur gesichert.

Taktile Leitsysteme müssen rutschfest, gut tastbar und stark kontrastierend sein.

Neben am Boden angebrachten Sicherheitsmarkierungen gibt es auch die sogenannten Aufmerksamkeitsstreifen auf Glasflächen.

Glas stellt aufgrund seiner Transparenz vor allem für sehbehinderte Menschen eine potenzielle Gefahrenquelle dar. Scheiben können von Personen mit Sehbeeinträchtigungen kaum oder gar nicht wahrgenommen werden. Das erhöht die Gefahr, dass sie gegen Glasflächen laufen. Außerdem ist es für sie bei Glastüren schwierig zu erkennen, wo sie sich in den Glaswänden befinden und wie sie zu öffnen sind.

Eine deutliche Kennzeichnung ist unerlässlich, um Aufprallunfälle zu vermeiden und das zuverlässige Finden und Betätigen von Türen zu gewährleisten.

Die Kennzeichnung transparenter Hindernisse ist baugesetzlich geregelt.

Sie wird mittels Siebdruck in Form eines Streifenmusters auf Sicherheitsglas aufgebracht.

Durch den immer häufigeren Einsatz von Glasscheiben und Glasflächen beim Bau öffentlicher Gebäude und Verkehrsanlagen gewinnt die Kennzeichnung von Glaswänden und -türen laufend an Bedeutung.

Wir freuen uns mit der Lieferung bedruckter Glasscheiben einen kleinen Teil dazu beitragen zu können, dass sehbehinderte Menschen sich ungefährdet im Alltag bewegen können.

 

 

Aufmerksamkeitsstreifen